Wie alles begann…

…oder was bisher geschah.

Nachdem wir in Kempen einige Häuser anschauen waren und feststellen mussten, dass alte und teilweise schimmelige Immobilien zu einem völlig überteuerten Preis angeboten und auch verkauft werden, haben wir uns entschlossen, eventuell doch selber zu bauen. Also einfach mal bei der Stadt bewerben und parallel weitersuchen.

bis zum 02.11.2016 Bewerbung bei der Stadt abgeben

Ja, genau, in Kempen muss man sich bewerben, um ein Grundstück zu bekommen. Wichtig sind Bezug zu Kempen, Kinder, bisher kein Eigentum. Erfüllten wir alles. Hier ein kleiner Auszug  aus unserer Bewerbung:

Ich, Anja Winandy, bin in Kempen geboren und aufgewachsen. Ich habe eine sehr starke familiäre Bindung an Kempen, da meine gesamte Familie (Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen) auch hier wohnen. Mein Verlobter, Dr. Sascha Mayer, wohnt mit Zweitwohnsitz in Kempen und möchte seinen Erstwohnsitz in Schwelm aufgeben. Da er zwei Kinder hat und uns in der derzeitigen Mietwohnung mit 80 m² der notwendige Wohnraum für vier Personen fehlt, möchten wir ein Einfamilienhaus (KfW 55) mit ausreichend Platz bauen. Zudem möchten wir Mitte 2017 heiraten und wünschen uns weitere Kinder. Mein Verlobter arbeitet als verbeamteter Lehrer in Dortmund, strebt aber eine Versetzung an das Rhein-Maas-Berufskolleg in Kempen an. Dazu hat er auch schon Kontakt mit der Schule aufgenommen.

Außer uns wollten halt auch viele andere ein Grundstück. Wir haben uns also nicht viel Hoffnung gemacht, dass wir eins bekommen, aber alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt.

13.12.2016 Zusage von der Stadt

Wir haben tatsächlich ein Grundstück bekommen! Es war zwar nicht unsere erste Wahl am Wall, sondern das Grundstück Flurnummer 1106 in der Mitte. Aber rückblickend war das auch gut so, denn das Grundstück ist ein bißchen kleiner und so ist ein bißchen mehr Geld für andere Ding da, zum Beispiel ein Wäscheabwurf, aber dazu später mehr.

Wir konnten auch nicht darauf anstoßen, denn da war ich schon in der 11. Woche schwanger. Gleizeitig hieß das: Drei Kinderzimmer planen. Herr Bruns von der Stadt war übrigens der vierte, nach mir Sascha und dem Frauenarzt, der von der Schwangerschaft erfahren hat. Da war die Bewerbung schon abgegeben, ich fand es aber wichtig, dass die Stadt es zur Entscheidungsfindung wusste.

30.12.16 Unterschrift bei Favorit

Die Planung für die drei Kinderzimmer und das drumherum steht. Der Vertrag wird noch schnell, bevor die Preise zum Jahreswechsel stiegen, unterschrieben. Es steht fest: Wir bauen ein Massivhaus mit Favorit: Noblesse 128  (siehe Titelbild), ein Einfamilienhaus 10x9m mit Keller und Garage. Hier der Link dazu:

http://www.favorit-haus.de/massivhaeuser/einfamilienhaus/noblesse%20128/index.php

Ein Rücktrittsrecht hatten wir uns noch vorbehalten, falls doch noch etwas mit dem Grundstück nicht klappt. Ich hatte immer noch Zweifel, dass es glatt geht.

07.02.2017 Zweimal Seele verkauft

An diesem Tag leisteten wir direkt zwei wichtige Unterschriften, zum einen beim Notar über den Grundstückskauf und zum anderen den Darlehnsvertrag.

10.02.17 Architektengespräch

Damit der Bauantrag auch schnell in die Wege geleitet werden kann, folgte zügig das Arichtekengespräch am Möhnesee. Übrigens Klinkerriemchen wie auf dem Titelbild sind zu teuer und gestrichen! Nur für schön und ohne Funktion! Da habe ich mich mal durchgesetzt. Schon da haben wir festgestellt es warten  immer Überraschungen auf uns: „Ihr Grundstück ist zu schmal, wir müssen es 6 cm schmaler machen.“ Die haben wir dann hinten drangehängt, man muss ja flexibel bleiben.

07.04.17 Bauantrag eingereicht

Uns wurde versprochen, dass wir die geänderten Bauantragspläne zwei Wochen nach dem Architektengespräch bekommen sollen. Bisher lief alles ohne Probleme und wir haben natürlich auf eine schnelle Bearbeitung gehofft. Leider ist es beim Hoffen geblieben. Unglücklicherweise hatte Favorit eine Unmenge an Häusern verkauft und dabei irgenwie nicht bedacht, dass das auch durch Architekten bearbeitet werden muss. Wir haben dann den Anfänger bekommen, der bei uns so wirklich alles ausprobiert hat. Es hat dann gedauert und gedauert und gedauert …

Aber diese Geschichte können wir dann ein anderes Mal erzählen.  Am 13.04.17 haben wir die Bauantragsunterlagen nach etlichem Hin und Her erhalten. Da ein langes Wochenende vor der Tür stand, wollten wir natürlich den Bauantrag zügig einreichen … wenn man nun auch an die Bauantragsunterlagen heran kommt. Die lagen nämlich natürlich in der Postfiliale. Unser lieber Zusteller hat das erste Mal, seitdem ich hier wohne, ein Paket nicht bei unseren Nachbarn abgegeben. Nein, es musste wieder mit genommen werden.

Glücklicherweise hat mir der liebe Schalterbeamte das Paket noch vor Ende der Geschäftszeiten rausgegeben. Es war 16:30 Uhr. Nun mit den Unterlagen ab nach Oedt düsen, damit Anja den Bauantrag auch mit Unterschreiben kann. Wir hatten bis 18 Uhr eine Deadline einzuhalten. Um 18 Uhr ging der Beamte vom Bauamt nämlich ins lange Wochenende. Wir haben gemeinsam die Unterlagen überflogen, haben keine Änderungen erkennen können und haben dann alle drei Ausführungen der Bauantragsunterlagen unterschrieben … pro Antrag 12 Unterschriften … das hat dann auch erstmal gedauert.

Um 17:15 Uhr bin ich dann wieder Richtung Kempen gefahren, um den Bauantrag einzureichen. Herrn Kempkens im Rathaus habe ich schon vorab angerufen und sichergestellt, dass dieser auch um die fortgeschrittene Zeit noch im Rathaus anzutreffen ist. Das war er dann auch, als ich angekommen bin.

Nun konnte ich endlich die Bauunterlagen abgeben. Herr Kempkens schaute kurz über die Unterlagen und bestätigte die Vollständigkeit. In einem Nebensatz erwähnte er, dass der Antrag nun in ein geordnetes Baugenehmigungsverfahren überführt werden. Dies lies mich direkt aufhorchen und ich fragte vorsichtig, wie lange so ein Baugenehmigungsverfahren denn dauern würde. Darauf erwiderte Herr Kempkens, dass wir uns schon auf zwei bis drei Monate einstellen können. Eine Kollegin ist erst seit kurzem aus einer Langzeitkrankheit zurück gekehrt und müsse nun eingearbeitet werden.

Eine Katastrophe

… das war mein erster Gedanke. Ich hakte noch einmal nach. Soweit ich weiß, ist es möglich, den Bauantrag über ein Freistellungsverfahren laufen zu lassen. Das heisst,  vier Wochen warten und dann mit dem Bau loslegen. Long story short … ich konnte Herrn Kempkens überreden, dass wir das Freistellungsverfahren nutzen möchten und habe um eine (nicht ganz kostenlose) verkürzte Genehmigung des gebeten. Ende gut, alles gut … dachten wir!

24.04.17 Baugenehmigung da

Es gibt auch Dinge die Laufen wie am Schnürchen und schneller als erwartet, da hat uns die Stadt echt überrascht. So jetzt könnte es losgehen, wenn der Architekt bei Favorit mitziehen würde…

29.05.17 Bauanlaufgespräch S Bau in St. Tönis

ENDLICH! Favorit hatte ganz schön rumgetrödelt und uns viele Nerven gekostet. Ich hatte zwischendurch Kontaktverbot von Sascha zu Favorit bekommen, die ganze Aufregung konnte nicht gut fürs Baby sein.

Auch im Bauanlaufgespräch liefen einige Dinge nicht so wie man es sich vorstellt. Es war schon gut, dass wir uns viele Dinge explizit in die Zusatzvereinbarungen haben reinschreiben lassen! So sollte das Schiebelement zur Terrasse auf einmal nicht mehr bodengleich sein. Oder im Hauswirtschaftsraum war kein Waschbecken geplant. Die Außenzapfstelle fehlte. Das große Fenster im Keller mit Schacht kann auf einmal nicht so verwirklicht werden. Dreimal bin ich auch richtig patzig geworden: Da fragt man vorher, was man denn vorbereiten soll und es kommt: „Nichts das besprechen wir alles im Bauanlaufgespräch.“ Dann sitzt man da und wird gefragt: „Was planen Sie denn für einen Kamin? Welchen Rohrdurchmesser brauchen Sie und wo soll die Kehröffnung hin?“ Keine Ahnung! Das entscheiden wir auch nicht so mal eben!!

Das musste mit S Bau und Herrn Kleta besser werden.

 

 

 

 

 

 

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