Kyoto – Teil 2

Am zweiten Tag hab ich mir dann tatsächlich ein Busticket gekauft. Die Wege wären auch viel zu weit gewesen, um da überhaupt noch sinnvoll etwas sehen zu können. Zunächst ging es in den Südosten der Stadt, wo sich der Fushimi-Inari-Schrein, der Hauptschrein aller Inari-Schreine befindet. Er wird auch als Schrein der 1000 Tore bezeichnet. Diese Tore säumen die Wege um den Schrein, die um ihn herum verlaufen. Auf diesen Wegen befinden sich immer wieder kleine Schreine, die wunderbar anzuschauen sind.

Danach ging es zur größten in Japan vorhandenen Pagode im To-ji (Ost-Tempel). Leider war diese für Besucher geschlossen, so dass ich sie mir nur von außen anschauen konnte. Jedoch waren in den Nebenhäusern 15 Buddhafiguren ausgestellt. Da in Japan das Fotografieren in solchen Räumlichkeiten nicht so ganz gerne gesehen wird hab ich auch nur leider 2 Fotos davon schießen können. Sehr schön war auch ein ritueller Tanz der dort auf einer kleinen Bühne aufgeführt wurde.

Als nächstes Ziel hatte ich den goldenen Pavillon ins Auge gefasst. Als Teil des Weltkulturerbes muß man diesen buddhistischen Tempel gesehen haben. Interessanterweise sind fast alle Holzbauten in Japan nicht mehr Originale. Irgendwann ist fast jedes Gebäude einem Brand zum Opfer gefallen. Im 14. Jahrhundert das erstemal erbaut, handelt es bei diesem Bau im ein Replik aus dem Jahre 1955.

Auch spielt das Abreißen und Wiederaufbauen im Shintoismus eine große Rolle. So wurden einige Shinto-Tempel alle 20 Jahre abgerissen, um wieder neu aufgebaut zu werden.

Kulturell ist Kyoto ein Juwel in Japan. Doch nach einem so langen Tag (es waren wieder über 20km zu Fuß), wollte ich keine Kultur mehr sehen und habe dann den Rückweg über den Philosophenweg angetreten. Danach bin ich ins Hotel und ab ins Bett, denn den nächsten morgen ging es dann ganz nach Kinugawa-Onsen.

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