zwei Wochen vorher


Anja schreibt:

So wie oben auf dem Bild sah es zwei Wochen vor Start aus. „Ich habe schon mal ein paar Sachen rausgelegt.“. Wobei natürlich auch Anja-Streber-like eine Packliste existiert, die nach und nach abgearbeitet wird. Sascha erhält regelmäßig What´s App-Erinnerungen, was er aus Schwelm mitbringen muss. Das sieht dann folgendermaßen aus:

WhatsApp-Image-20160702

Genau so wichtig wie „was nehmen wir mit“ war „was unternehmen wir“. Jeder pickte sich nach und nach Routenpunkte raus, recherchierte sie und stellte sie dem anderem vor. Sascha musste regelmäßig nachsitzen, denn wie man von A nach B kommt war meist nicht so wichtig oder "wir machen eine Erkundung mit dem Fahrrad". Da hab ich halt gefragt: "Wo bekommen wir die Räder her?"

Hier ein kurzer Abriss unsere Ergebnisse (ich kann das leider nicht in so einer schönen Tabelle darstellen, deshalb in Textform):

Am Sonntag 10. Juli geht unser Flieger von Frankfurt aus los. Am nächsten Tag um 20 Uhr Ortszeit landen wir im Melbourne. Wenn das Jetlag es zulässt möchten wir um halb elf einen Stadtrundgang mitmachen. Am nächsten Morgen können wir den Camper abholen. Es folgt ein Großeinkauf - wofür natürlich auch schon eine Einkaufliste geschrieben ist - und dann geht es erst zu Karl (schreibt Sascha euch bestimmt im nächsten Beitrag) und dann nach Philip Island zur Pinguinparade. Dort übernachten wir und fahren am nächsten Morgen weiter zum Wilsons Promontory National Park, wo wir mit einer kleinen Küstenwanderung von 2,5 km und moderaten (steht so in der Beschreibung) Schwierigkeit anfangen. Im Laufe der Reise steigen Länge und Schwierigkeit der Wanderung . Am nächsten Tag folgen wir dem Entrance Walk in Lakes Entrance. Was sagt das Wetter eigentlich um diese Zeit in dieser Gegend? Nachts sind es 5-8 ° und über Tag 5-18°, also ideales Wanderwetter. Dem Strandwetter kommen wir immer näher je weiter wir in Richtung Brisbane kommen.  In Mallacoota peilen wir ein 8 km lange Rundwanderung  durch die Stadt und an der Küste entlang an. Wenn wir Glück haben können wir Wale oder Delphine sehen. In Cooma werden wir uns vermutlich vom Vortag ausruhen und einen Wochenmarkt besuchen. Wieder frisch und ausgeruht können wir am nächsten Tag bei gutem Wetter Canberra mit dem Fahrrad erkunden (wo wir die Räder leihen ist inzwischen rausgesucht). Für schlechtes Wetter steht das National Museum, in dem man über die Geschichte Australiens informiert wird,  auf dem Plan. Ein bisschen Kultur kann nicht schaden! Da inzwischen schon die erste Woche rum ist, könnte es erforderlich sein einen Waschtag einzulegen. Ich meine die Wäsche und nicht uns! Alternativ kann die Wäsche dreckig bleiben und wir machen in Batemans Bay eine Kajaktour. Wir folgen der Küste und erreichen Sydney. Vermutlich wird es in der Stadt schwierig sein mit dem Camper, daher werden wir öffentliche Verkehrsmittel, vor allem die Fähren nutzen. Vielleicht gönnen wir uns einen Cocktail in der 360° Bar mit dem Blick über die Stadt. Der ganze nächste Tag gehört der Erkundung Sydneys: Stadtrundgang, Brücke, Oper, The Rocks - wir freuen uns auf das totale Touriprogramm.  Unser nächster Routenpunkt Port Stephens lockt mit ausgedehntem Sanddünen. Wer möchte kann dort auch Sandboarden.  Beim nächsten Halt wird es wieder tierisch: Das Koalahospital in Port Macquarie. Nun stellt sich die Frage Ruhetag am Meer in Coffs Habour oder Skywalk im Dorringo Nationalpark.  Was fehlt noch? Genau, eine Bootstour, in Byron Bay warten hoffentlich die Buckelwale schon auf uns. Klippenweg und Leuchtturm gehört zum Pflichtprogramm.

Kurzer Einschub: Sascha hat gerade Korrektur gelesen. Sein Urteil: Du bleibst deinem Stil mit kurzen Sätzen treu. Das habe ich verstanden, es bedeutet: Langweilig! Über eine 4- wäre ich wohl nicht gekommen! Aber es ist schon ganz schön schwierig in ganzen, vernünftigen Sätzen nicht nur langweiliges Zeug zu schreiben, um kurz die Routenpunkte wiederzugeben. Ihr könnt es in euren Kommentaren ja besser machen und ich habe noch ein bisschen Zeit es zu üben. Weiter geht´s:

Im Lamington National Park wird endlich wieder gewandert. Regenwald mit Wasserfällen möchten wir sehen und bloß keinen Schlangen oder Spinnen begegnen.  Hätte ich vielleicht nicht erwähnen sollen, denn unsere Eltern machen sich schon genug Sorgen es könnte etwas passieren. Also Mama und Papa für euch gibt es da nur süße Pinguine, Kängurus und Koalas. Jetzt folgt der gemütliche teil mit Strand und schönem Wetter wie man schon an den Namen der Stationen hört: Sunshine Coast und Rainbow Beach. Ach Mist, für Rainbow  ("Regenbogen" für die ohne Englischkenntnisse, ihr wisst schon wen ich meine) braucht man ja Regen. Aber bitte nicht wenn wir da sind! Falls wir uns Strand und schönem Wetter aufraffen können und nicht schon alle Puffertage verbraucht sind, könnten wir noch einen Tagesausflug auf Fraser Island machen. Insgesamt müssen wir uns ja der Lebensart der Aussis anpassen:

No worries.

 

Vorbereitungen

Anja schreibt:

Vor der Vorbereitung steht die Idee und die entwickelte sich ca. vor einem Jahr. Wir wollten eine Fernreise machen und ich wollte einfach nach Australien, keine Ahnung wieso eigentlich, und Sascha macht ja sowieso alles mit, wenn es ums Reisen geht. So stand ziemlich schnell das Reiseziel fest. Bevor es richtig los ging musste erst mal klar sein, wann dafür die Chance besteht. Da nur die Sommerferien von Saschas Seite gingen, musste ich nur noch meinen neuen Arbeitgeber ins Boot holen. Dies ging ohne Probleme! Danke! Also wurden im November die Flüge gebucht. Erst war der Plan noch, dass wir mit dem Auto von Station zu Station fahren . Mit der Zeit kam uns die die Einsicht oder Erleuchtung zu campen ist die besser Lösung, damit wir nicht jeden Tag essen gehen und auch nicht die Klamotten ständig rein und raus schleppen müssen. Es stand fest: Australien und Abenteuer in einem (Ich war noch nie campen). Sascha recherchierte unserer Unterkunft auf vier Rädern und buchte nach Absegnung den Camper. Die Wahl fiel auf: Paradise (das Paradies mit Dusche und Mikrowelle)

csm_camperman-australia-paradise-st-aussenansicht_fa3690e36b
Unser Reisehotel

Es folgte langweiliger Kram wie Visa beantragen, Versicherungen abschließen, internationalen Führerschein besorgen. Hoffentlich muss ich nicht fahren! Die fahren da nämlich auf der falschen Seite und  Winter ist da ja auch im Sommer.

Parallel dazu haben wir fleißig Reiseführer gelesen, da wir genug Lesestoff von Irene und Wolfgang hatten. Danke! Dadurch entstand nach und nach die Route.